Zusammenhang zwischen Morphea bei Kindern und Borrelieninfektion gefunden
Morphea ist eine entzündliche Autoimmunkrankheit, die bei lokaler Ausbreitung zu einer Verhärtung des Bindegewebes in der Haut führt, bei Übergreifen auf Muskeln und Knochen bei Kindern aber auch zu Wachstumsstörungen und Behinderungen führen kann.
Den Verdacht, dass bei der Morphea Borrelien am Krankheitsgeschehen beteiligt sind, gab es schon länger, jetzt wird diese Vermutung auch durch wissenschaftliche Untersuchungen untermauert: Ein deutsch-ungarisches Forscherteam hat einen statistisch hoch signifikanten Zusammenhang zwischen Morphea im Kindesalter und einer Borrelieninfektion festgestellt. Die Forscher empfehlen, die betroffenen Kinder nicht nur wie allgemein üblich mit Entzündungshemern zu behandeln, sondern auch intensiv mit Antibiotika.
Es bleibt abzuwarten, ob Borrelien auch noch am Krankheitsgeschehen von anderen Autoimmunkrankheiten beteiligt sind und ob diese Forschungsergebnisse auf lange Sicht Auswirkungen auf die Behandlung der Borreliose haben.